Niqu Tag am 28.9.2011
Am Mittwoch den 28.9.2011 findet der NIQU Tag 2011 statt. Renate Buschmann und Jochen Arit moderieren das Thema "Das Lernen anders anlegen - Lernkompetenz wirksam fördern"
Erklärung der diaktischen Leiter (Region Hannover) zur Umsetzung des Abiturs nach12 Jahren an IGSen
Die didaktischen Leiter/innen der Region Hannover haben einen gemeinsamen Vorschlag zur Umsetzung des Abiturs nach 12 Jahren an IGSen erarbeitet. Der Vorschlag wurde auf einer gemeinsamen Tagung in Goslar (September 2010) einstimmig verabschiedet.
Niqu Koordinatorin
Andrea Berger, Landesschulbehörde, Hannover
Niqu Konzeption
Das Papier "Niqu Konzeption" beschreibt die Arbeitsweise und die Arbeitsbedingungen des Niqu Verbunds. Diese Vereinbarungen sind die Grundlage der Zusammenarbeit der Schulen in der Region Hannover.
In dem Papier "Niqu Fahrplan" wird die Arbeit im Fortbildungsverbund eingeordnet in die Aufgaben der IGSen in der Region Hannover. Insbesondere ist die Umsetzung des Abiturs nach 12 Jahren für Gesamtschüler eine Herausforderung.
Materialien für die Hompage bereitstellen
Im Dokument "Niqu Hompage Hinweise" wird beschrieben, wie Materialien, die auf der Homepage abgelegt werden sollen, vorbereitet werden. Dies ist für die Fachsets der Schulen von Bedeutung
Termine
Mo 01.08.11: Offizieller Beginn von NIQU
Di 13.09.11: Treffen im Fachset: 14.00 – 17.00 Uhr
Mi. 28.9.2011: NIQU-Tag: 9.00 – 16.00 Uhr: Treffen aller Fachsets, ganztägige Veranstaltung: Individuelles Lernen in der Unterrichtspraxis, IGS List
Mo 14.11.11: Treffen im Fachset: s.o.
Mi 11.01.12: Treffen im Fachset: s.o.
Frühjahr 2012: 5. Gesamtschultag von 9.00 – 16.00 Uhr
Do 01.03.12: Treffen im Fachset: s.o.
Mo 14.05.12: Treffen im Fachset: s.o.
Mai bis Juli 2012: Zwischenevaluation des eigenen Projektes, ggf. Übergabe der Materialien an Kolleginnen und Kollegen des nächsten Jahrgangs innerhalb der Schule (z.B. bei der Planung einer Unterrichtseinheit)
Mi 19.09.12: Treffen im Fachset: voraussichtliches Thema: Präsentation der eigenen Ergebnisse im Frühjahr 2013
Herbst 2012: NIQU-Tag: 9.00 – 16.00 Uhr: Treffen aller Fachsets,
Di 20.11.12: Treffen im Fachset
Do 17.01.13: Treffen im Fachset
Februar 2013: 6. Gesamtschultag von 9:00 - 16:00 Uhr
Mo 4.3.2013: Treffen im Fachset
April/Mai 2013: Evaluation des eigenen Projektes
Do 2.5.13: Treffen im Fachset
Mai - Juni 2013 Abschließende Dokumentation des Projektes.
31.7.2013: Ende des 2. Durchgangs von NIQU
Ein Konzept zur Verbesserung von Unterrichtsqualität in den 8 IGSen der Region Hannover
Durch die Schulinspektionsberichte wurde an allen Schulen deutlich, dass insbesondere bei der Qualität des Unterrichts ein klarer Handlungsbedarf gesehen wird. Die Integrierten Gesamtschulen der Region Hannover arbeiten bereits seit einem Jahr in einem Qualitätsnetzwerk zusammen. Dabei steht die Qualitätsverbesserung des Unterrichts im Zentrum des Interesses. Ausgehend von den positiven Erfahrungen des SINUS-Transfer-Projekts, ein Projekt der Bund-Länder-Kommission zur Verbesserung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts, haben die beteiligten Netzwerkschulen eine Konzeption entwickelt, die die Lehrkräfte bei der nachhaltigen Qualitätsverbesserung ihres Unterrichts unterstützen soll. Die im Projekt beteiligten Kollegen arbeiten im Team gemeinsam an der Vorbereitung, Durchführung und Evaluation ihres Unterrichts. Dabei werden sie im Rahmen dieser Konzeption fachlich, methodisch und organisatorisch unterstützt. Mit dieser Konzeption soll sichergestellt werden, dass letztlich die Unterrichtspraxis aller Lehrkräfte der Schule in Hinblick auf die angestrebten Qualitätsmerkmale verändert wird.
1. Organisation und Dauer
Die Netzwerkschulen arbeiten ab dem 01.08.2009 in diesem Projekt über zwei Jahre zusammen. Nach Ablauf der zwei Jahre soll in den Folgejahren diese Arbeit an anderen Modulen fortgesetzt werden, sodass eine kontinuierliche Arbeit an der Unterrichtsqualitätsentwicklung erfolgen kann. Daran können und sollen sich dann andere Fachteams der Schulen beteiligen.
Mindestens 3 - 4 Lehrkräfte eines Jahrgangsteams bilden in ihrem Fach das Fachteam der Schule, das an der Fortbildungskonzeption teilnimmt.
3 – 5 Teams verschiedener Schulen einer Schulform werden fachspezifisch zu Fachsets zusammengefasst und von einem Setkoordinator betreut. In den Fachsets arbeiten also 12 bis 25 Lehrkräfte der Fachteams von 3 bis 5 Schulen zusammen.
Es können zu den folgenden Fächern Fachsets eingerichtet werden:
- Deutsch
- Englisch
- Mathematik
- Naturwissenschaften
- Gesellschaftslehre
- Zweite Fremdsprache
Die verschiedenen Fachsets aller Schulen werden insgesamt von einer Gesamtkoordinatorin betreut und unterstützt.
a) Arbeit im Fachteam einer Schule:
Die Fachkolleginnen und – kollegen verpflichten sich, ein konkretes Unterrichtsmodul (eine Unterrichtseinheit, ein Projekt, offene Aufgaben, ein Konzept zur Einführung eines bestimmten Sachverhaltes…) entsprechend der Anforderungen eines kompetenzorientierten Unterrichts innerhalb von 2 Jahren zu entwickeln, zu erproben, zu evaluieren und schulintern sowie schulübergreifend zu implementieren. Dazu treffen sie sich regelmäßig alle 14 Tage.
b) Arbeitsweise im Fachset (schulübergreifend):
Die Treffen im Fachset finden 5 Mal pro Jahr statt. Sie haben drei Funktionen und sind daher auch in drei Abschnitte unterteilt. Zum einen berichten die Kolleginnen und Kollegen sich gegenseitig dem Fortschritt ihrer Arbeit und stellen Ergebnisse vor. Dabei erhalten sie Rückmeldungen von den Kolleginnen und Kollegen der anderen Schulen (schulübergreifende Kooperation). Zum anderen wird in Form eines Vortrages ein fachlicher Impuls gesetzt, der in einer anschließenden praktischen Phase in konkretes Unterrichtsmaterial umgesetzt wird (Fortbildung). Darüber hinaus arbeiten die Kollegen an ihren jeweiligen Projekten weiter und treffen ggf. schulübergreifende Absprachen (kooperative Erarbeitung).
c) Treffen aller Sets:
Einmal pro Jahr findet ganztägig ein Treffen aller Sets statt, das der Fortbildung und dem Austausch dient. Dort finden zum einen Vorträge und Workshops statt, die auch fachübergreifend oder fächerunspezifisch sein können. Zum anderen werden die Arbeitsergebnisse der Fachteams aller Schulen präsentiert, damit ein fächerübergreifender Austausch erfolgen kann.
2. Abläufe an der Schule bei Teilnahme an dem Konzept
Die Gesamtkonferenz oder der Schulvorstand entscheidet, dass die Schule grundsätzlich an dem Fortbildungsprogramm im Netzwerk teilnimmt.
Anschließend entscheidet die jeweilige Fachkonferenz, ob die Schule mit dem entsprechenden Fach an der Fortbildung teilnimmt. Außerdem beschließt sie, welche Kolleginnen und Kollegen eines Jahrgangsteams an den Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen und legt fest, welches Modul entwickelt werden soll. Dabei muss berücksichtigt werden, dass eine einvernehmliche Verteilung der Module auf die Jahrgänge zwischen den beteiligten Netzwerkschulen vorgenommen wird. Dazu koordinieren die Fachbereichsleiter der Netzwerkschulen mit Unterstützung des Fachmoderators und Fachsetkoordinators die Festlegung der zu erarbeitenden der Module mit dem Ziel, dass im Netzwerk möglichst viele Jahrgänge vertreten und die zu erarbeitenden Module in verschiedenen Schulen einsetzbar sind.
3. Schulübergreifende Implementierung
Alle Netzwerkschulen verpflichten sich, auch die Module, die von Kollegen anderer Schulen entwickelt wurden, auszuprobieren und zu evaluieren.
Die Vorstellung eines neu entwickelten Moduls findet in Form einer Ergebnispräsentation statt. Das jeweilige Fachteam lädt dazu die Fachkollegen des entsprechenden Jahrgangs aller Netzwerkschulen ein, präsentiert und erläutert die erstellten Materialien und stellt ggf. Exponate aus. Alle Schulen erhalten die Materialien aller neu erstellten Module über die Fachsetkoordinatoren digital.
In der nächsten Fachkonferenzen jeder Schule werden die erstellten Materialien vorgestellt und ein Vorgehen zur Umsetzung der Module beschlossen.
4. Ergebnis und Ausblick:
In jeder Netzwerkschule werden nach 2 Jahren in allen beteiligten Fächern jeweils ca. 5 Module auf die Jahrgänge 5 -10 verteilt implementiert. In dieser Phase werden (nahezu) alle Fachkollegen in die Umsetzung des neuen Unterrichtsqualitätsstandards mit einbezogen. In diesem Kontext sollen noch ein Erfahrungsaustausch und Workshops organisiert sowie Hospitation und Beratung angeboten werden.
5. Kooperation mit der Universität u. a. Partnern
Die Netzwerkschulen werden in dieser Fortbildungskonzeption mit den Universitäten Hannover und Hildesheim im Bereich der Lehrerausbildung zusammenarbeiten. Im Rahmen von Fachpraktika, Bachelor- und Examensarbeiten sowie Seminaren lässt sich eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit praktizieren. Kooperationen mit anderen Partnern, wie z.B. dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW), den Studienseminaren und anderen Institutionen werden zum Nutzen des Netzwerks angestrebt und praktiziert.
Petra Hoppe